Doris Hahn

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Hat "Weißer Hof" Zukunft?

500.000.000 Euro an Einsparungen erwartet Bundesministerin Hartinger-Klein von der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA). Das sind 40% des Budgets der AUVA. Über die Auswirkungen für die Bevölkerung, aber auch für das Rehabilitationszentrum Weißer Hof direkt, haben sich SP- Bundesrätin Doris Hahn, SP Klosterneuburg Vorsitzender Stadtrat Dr. Stefan Mann und Kommunalmanager Günther Franz bei Mitgliedern des Betriebsrates am Weißen Hof informiert.

Der Weiße Hof ist eine von vier Rehabilitationseinrichtungen der AUVA in Österreich. Das Rehabilitationszentrum Weißer Hof wurde 1986 eröffnet, verfügt über 200 Betten und dient vor allem der Versorgung der Bevölkerung im Osten. Jährlich werden insgesamt rund 1.650 Patientinnen und Patienten stationär aufgenommen. Das Rehabilitationszentrum ist führend bei der Behandlung von Querschnittlähmungen, Schädel-Hirn-Traumata, Mehrfachverletzungen usw.

Die umfassende qualitätsvolle Betreuung, derer ein ganzheitlicher Rehabilitationsgedanke zu Grunde liegt, wird von den PatientInnen geschätzt und wird unter den Einsparungen massiv zu leiden haben. Auch der Fortbestand der von der AUVA betriebenen Unfallkrankenhäuser oder Rehabilitationseinrichtungen ist nicht gesichert.

SP Bundesrätin Hahn: „Der Verwaltungsaufwand der AUVA liegt bei 92,4 Millionen Euro im Jahr. Einsparungen von 500 Millionen können nur durch Leistungskürzungen, also auf Kosten der Bevölkerung, stattfinden. Hartinger- Klein möchte eine Forderung der Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer, die schon seit 2013 die Kürzung der Beitragszahlungen von 1,3% auf 0,8% fordern, durchsetzen. Für kleine Unternehmen würden sich fast keine Ersparnisse ergeben. Das Geld, das sie sparen würden, müssten sie dann für bisher kostenlose arbeitsmedizinische Beratung ausgeben. Wer richtig profitiert sind große Unternehmen die ganz uneigennützig mit Spenden den türkisen Wahlkampf unterstützt haben. Hartinger-Klein macht sich zur Erfüllungsgehilfin der Wirtschaft auf Kosten der Gesundheit der ArbeitnehmerInnen. “

SP-Klosterneuburg Vorsitzender Mann verweist auf die vielen unterschiedlichen „Berufsgruppen“ die von einer Versicherung der AUVA profitieren: „SchülerInnen, StudentInnen, Lehrlinge, Mitglieder der Blaulichtorganisationen – sie alle profitieren von Leistungen der AUVA. Ein Lehrling, der am Weg in die Arbeit einen Unfall hat und danach arbeitsunfähig ist oder jemand der sich in seiner Freizeit ehrenamtlich bei der Feuerwehr engagiert und während dem Einsatz verletzt wird kann sich momentan darauf verlassen, dass er oder sie nicht im Stich gelassen wird und die Unterstützung bekommt die benötigt wird. Wer kümmert sich darum, wenn die AUVA kaputtgespart worden ist?“

 

Im Foyer des Weißen Hofes hängt ein Countdown mit Enddatum 13. August. Das ist der Tag an dem die AUVA sämtliche Leistungen und Betreuungen einstellen müsste, um die geforderten 500 Millionen einzusparen. Der 13 August wird von den MitarbeiterInnen der AUVA genutzt werden um auf die drohenden Auswirkungen der Einsparungen aufmerksam zu machen.